Rennstatistik DUV

Mittlerweile 82 Ultraläufe gefinisht. 10.313 Wettkampfkilometer.

DUV Statistik gibt Auskunft: hier


9. Thüringen Ultra wird ein Ultra durch die Glut bei bis zu 41°

Hier ein schönes Foto von Martin Woitynek. Es zeigt Andre Hall und mich im Meldeläufer Team Shirt kurz vor dem Start des Thüringen Ultra, der als "Glut-Ultra" in die Geschichte eingehen wird.


Es ist noch früh am Morgen kurz vor 4 Uhr und wir sind bereit 100 km mit über 2.000 hm zu laufen. In wenigen Minuten werden wir uns auf der Strecke befinden und Tagestemperaturen von bis zu 41° ausgesetzt sein.


Von 246 Startern konnte ich gemeinsam mit Udo Ziehm nach 12 Std. und 10 Minuten (Platz 32) das Ziel erreichen. Es zeigte sich einmal mehr, dass man gemeinsam stärker ist und zusammen auch kritische Situationen meistern kann.


Die Organisatoren vom Lauffeuer Fröttstädt geben jedes Jahr 100% wenn Sie zum Thüringen Ultra einladen. Doch dieses Jahr haben sie scheinbar die Tage vorher die Telefonleitungen zum glühen gebracht und noch einmal 100% extra support für die Läufer aufgefahren.


Und so wurde durch die Freunde des Rennsteiglaufvereins, der freiwilligen Feuerwehr, durch Freunde des Vereins und durch die Bewohner in den Ortschaften die durchlaufen wurden alles getan um die Läufer den ganzen Tag lang zu versorgen.


Und dennoch hat es nicht für jeden Läufer gereicht. Die enorme Hitze hat so manchen Läufer in die Knie gezwungen und das ersehnte Finish konnte nicht erreicht werden. Es gehörte an diesem Tag auch etwas Glück dazu durch die Sonne zu kommen.


Aber eins ist sicher: nächstes Jahr ist Jubiläum in Thüringen und dann geht es auf zum nächsten Stern!


West Highland Way in 68 Stunden

Gemeinsam mit Christoph war ich auf dem West Highland Way unterwegs. Wir haben uns 68 Stunden für die 154km lange Strecke von Glasgow nach Fort William Zeit genommen und waren somit fast drei Tage unterwegs.


Das hiken mit einem ca. 12kg schweren Rucksack erfordert eine gute Kondition, war dann aber doch leichter als gedacht. Wir hatten alles dabei, was man zu einer autarken Biwak Tour in Schottland braucht. 


Einen 32 liter Rucksack (MONTANE MEDUSA 32), einen wasserdichten Schlafsack (MONTANE MINIMUS SLEEPING BAG) und ein superleichtes Zelt (SINTESI). Für das schottische Regenwetter hatten wir uns das MONTANE GRAND TOUR JACKET zugelegt. Alles leicht gewichtige Ausrüstung mit kleinstem Packmaß.


Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück. Nur am letzten Tag gab es den berüchtigten Regen und den britischen Wind. 


Der West Highland Way ist landschaftlich außerordentlich reizvoll. Ich kann den Weg wirklich nur empfehlen. Nächstes Jahr möchte ich dann gern von Fort William aus eine Tour noch weiter in den schottischen Norden starten.


100 Meilen Pfälzer Weinsteig Ultratrail 2014

3. Platz beim Pfälzer Weinsteig 100 Meilen Lauf (26 Std. 05min.).

Die Strecke führte uns von Schweigen-Rechtenbach im sanften Auf und ab durch die Pfälzer Waldlandschaft bis nach Obersülzen. Doch auch die sanftesten Hügel und kleinen Berge werden mit steigender Kilometerzahl scharf und überraschen immer wieder durch schmale Pfade, wundervolle Aussichten und auch wirklich steile Passagen.

Zumeist sind die Wege und Pfade gut laufbar - zuweilen ist es steinig und wurzelig. Loses Blattwerk liegt herum und nicht immer finden die Füße auf Anhieb den sicheren Tritt. Bei Regen würde der anspruchsvolle Parcours unvergleichlich schwerer werden.

Der Wanderweg "Pfälzer Weinsteig" ist durchgängig markiert. Die Orientierung im wachen Zustand und bei Tage nicht schwierig, da kann das GPS in der Tasche bleiben. In der Nacht jedoch wird es ein wenig kniffliger - mit dem GPS in der Hand aber dennoch eine gut lösbare Aufgabe. Ich vertue mich auf der gesamten Strecke um nur knapp 2 km.

In der Nacht laufe ich mit Stefan Lang zusammen und wir motivieren uns gegenseitig. Zusammen macht es nochmal mehr Spaß. Wir lassen es gemütlich rollen und streifen im Gespräch alle Themen die uns so einfallen. Es ist eine kurzweilige Nacht und wir harmonieren gut - passen auf uns auf. Genau das gefällt mir in der Ultralauf Szene besonders.

Das Wetter hat bei der Premiere super mitgemacht. Warme Temperaturen auch in der Nacht machen den Lauf zum Genuss.

Die Lauforganisation um Günther Bruhn ist vorzüglich und die Versorgungsstellen lassen an nichts fehlen. Die Örtlichkeiten sind vortrefflich gewählt und es macht Spaß im Ziel auf all die anderen zu warten. Viele kleine Details, wie die schöne Urkunde, die Flasche Wein, eine schöne Medaillie usw. usw. werten das Lauferlebnis noch zusätzlich auf.

Ich bin total happy bei dieser Premiere mit dabei gewesen zu sein. Mein ehrgeiziges Ziel sub 24 Std. konnte ich nicht verwirklichen. Dazu war ich zu schlecht vorbereitet und trainiert. Mit meiner Laufzeit und Platzierung bin ich aber hoch zufrieden - Ich bin komplett ohne Blessuren durch gekommen, was will ich mehr?

Was bleibt ist ein Riesenhunger auf alles was sich in der Küche findet, müde Beine und ein wenig Schlafmangel.

Vielen Dank an Günther, Christin und das gesamte Team - ein toller Lauf !!!

Equipment (www.meldelaeufer.de/shop/)
- MONTANE Laufrucksack YAWS 10 (man beachte die innovative Stockhalterung)
- ARMYTEK WIZARD PRO Stirnlampe (Laufzeit bei 500 lm 5 Std. im Wettkampf)
- GARMIN OREGON 600 mit TOPO DEUTSCHLAND (leichteste Orientierung)
- TRAILSOCKE V2 COMPRESSSPORT (keine Blasen)
- SEALSKINZ THIN ANKLE SOCKS (keine nassen Füße in der Nacht)
- PERONIN VANILLE (1 Beutel, zusätzliche power)


TorTour de Ruhr 2014

TorTour de Ruhr - die 230 km Variante: LG Mauerweg e.V. mit Verstärkung unterwegs! Hajo Palm als Hitzeprofi und Bike Support Conny waren die Crew für und Oliver Franz und mich.

 

Es wurde ein Lauf durch den Glutofen des Ruhrpotts. "Dein Team bringt Dich da durch!", das wurde hier Wirklichkeit. Hajo und Conny waren immer um uns rum und versorgten uns 39 Std. 51 min. nonstop - auch das muss man erst mal machen. Euch beiden HERZLICHEN DANK!

 

230 km zu Fuß - ohne nennenswerte Pausen - ein Wahnsinn!

Wir brauchten ca. 40 Liter Wasser, 12 Liter Cola, 1 Kasten alkoholfreies Weizenbier, ca. 20 Liter Isogetränk + Getränke an den offiziellen Versorgungsstellen.

 

Wie oft unsere Crew das Wasser in den Kanistern nachgefüllt hat um uns einfach nur zu kühlen - ich weiß es nicht.

 

Gegessen haben wir in der Hauptsache Früchte: Erdbeeren, Melone, Trauben, Äpfel. Highlight war: Kartoffelpüree / Quark, und Früchtemüsli bei km 179!

Der absolute Knaller war Hajo`s Pizza Imbiss bei km 100. Da konnten wir es uns richtig gut gehen lassen!

 

Peronin durfte bei mir nicht fehlen - 2 Beutel sind drauf gegangen. 

 

Gar nicht ging : Schokokuchen, Waffeln, Schokolade, Nüsse, Rosinen - das wollte keiner. In der zweiten Nacht haben wir ein paar Schokoriegel gegessen.

 

Die TorTour ist ein echtes Happening - eine riesige Ultrarunning Party. hier rückt die Community noch einmal mehr zusammen. Die Stimmung ist einfach klasse. Aller Orten merkt man, dass die Crews der Läufer und die Helfer an den VP´s das Rückrat der Veranstaltung sind. Ohne diese vielen Helfer würde das nicht funktionieren. Vielen vielen Dank an Euch alle.

 

Kurzum was ist die TorTour de Ruhr? 

TTDR ist:

- nonstop laufen 

- 230/160/100 km

- Crew und Teamspirit

- Asphalt

- flach

- heiß

- auch mal richtig bitter

- rythm and flow

- nicht orange, eher terracotta

- vielleicht alle 2 Jahre

- was Besonderes

- ein Lebensereignis!

 

Danke Jens Vieler für diese tolle Idee, die grandiose Umsetzung und Dein Engagement für unseren Sport


JUNUT 2014

230 km führt der Jurasteig Wanderweg über viele kleine Trailpfade im steten Auf und Ab mit 7.000 HM durch die bayerischen Wälder.

 

Gerhard Börner bietet auf diesem Wanderweg den JUNUT an. Einen Ultramarathon bei dem es darum geht diesen Wanderweg nonstop zu belaufen. 

 

Ich habe mich in diesem Jahr sehr auf diesen Lauf gefreut und mich entsprechend vorbereitet. Die Strecke hat es in sich und ich will am liebsten unter 40 Std. laufen. Dazu stelle ich mein Training und meine Ernährung etwas um. Auch meinen Schlaf will ich deutlich reduzieren.

Ich starte in der zweiten (schnelleren) Gruppe um 14.00 Uhr und versuche nachdem das Hauptfeld um 10.00 Uhr gestartet ist noch etwas Schlaf zu ergattern. Doch ich bin unruhig und finde keinen Schlaf - wälze mich nur hin und her. Dann schlafe ich doch kurz ein.

 

Als ich wieder aufwache merke ich einen Druckschmerz im linken Bein. Dieser zieht sich in Knochennähe vom Oberschenkelhals bis kurz vor das Knie. Ich denke mir erstmal nix dabei und ziehe mich um für den Lauf. Doch als ich vom Hotel zum Start gehe will der dumpfe Schmerz nicht weichen.

 

Der Startschuß fällt, das Feld schießt los und ich versuche hinter her zu kommen. Es geht irgendwie nicht. Habe das Gefühl, das Bein will nicht so wie ich will. Ich ärgere mich. Dann füge ich mich. Mache halt langsam. Doch es dauert, es kommt der erste Versorgungspunkt bei km 27 und ich bin meine sorgen immer noch nicht los. Ich bin nahezu letzter im Teilnehmerfeld und die sorge um das Zeitlimit steigt. Warum habe ich nur auf die 4 Std. Laufzeit so leichtfertig verzichtet ...

Die Wärme des Tages drückt etwas und offensichtlich bin ich etwas zu warm angezogen. Mir wird nach dem Versorgungspunkt etwas schummrig und nach einem kurzen Aufstieg der mir ansonsten keine Schwierigkeiten bereitet muss ich mich setzen. Dazu gehe ich ein paar Meter in den Wald hinein. Es ist ein kleiner Pfad und er endet auf einer winizigen Lichtung.

 

Schön hier. Zuerst setze ich mich - Dann liege ich! Ich blicke in den Himmel und bin mit einem Mal meinen Ärger los. Ich gehe im Kopf meine Probleme durch und komme zu dem Schluß: Nix schlimmes dabei - ich esse etwas trockenes Brot und trinke Tee aus meiner Wasserflasche.

 

Es ist wahrscheinlich genau dieser Moment der Ruhe der mich in den Lauf zurück finden läßt. Für diesen Augenblick bin ich ganz bei mir. Die Sonne scheint warm - sie lädt zum verweilen ein. Dann stehe ich auf. Weiter gehts. In sanften Zügen im steten Auf- und Ab. 

 

Nun wird es besser. Das Bein gibt Ruhe und ich komme in einen zügigen Trab. 

Ich treffe schon bald auf Achim, der auch etwas mit sich zu kämpfen hat. Wir laufen zusammen, finden uns und beschliessen zuerst für die Nacht, dann die gesamte Zeit über zusammen zu bleiben. Achim zu treffen und sich gemeinsam mit ihm zu finden ist der zweite Augenblick der diesen Lauf zum guten Gelingen bringt.

 

Es wird nun ein toller Lauf bei dem wir bis vorn in die Top 10 laufen. Wir haben unsere starken und unsere schwachen Phasen. Aber richtig stark sind wir, weil wir zusammen sind, weil wir uns ergänzen und weil wir Rücksicht aufeinander nehmen. 

Ich könnte nun noch viel erzählen, aber irgendwie ist das Wesentliche gesagt.

 

Vielleicht das noch: Wir erreichen gemeinsam den 6ten Platz nach 40 Std. 36min.

 

Der JUNUT - unendliche Trailpfade. Traumhaft schön.  

 

Liebe Margot, lieber Gerhard, ihr habt mit Eurem Team ein tolles Event für uns Läufer bereitet - meinen herzlichen Dank dafür! 


Brocken Challenge 2014

Die diesjährige Ausgabe der Brocken Challenge war im wahrsten Sinne des Wortes "superlativ". Das Wetter war sehr gnädig mit uns, so dass wir bei Plusgraden starten konnten, erst im Harz wurde es winterlich. Sogar ein kleiner Schneesturm kam auf und gab den Challengern die Ehre.

 

Alle Läufer profitierten von den guten Bedingungen und dem gut laufbaren Untergrund. so kam auch für mich ein tolle Zeitmit 9:18:00 Std. heraus.

Ein grandioses Laufergebnis, zeigt es mir doch, dass ich auf dem richtigen Weg bin und den Spine Race gut weg gesteckt habe.

 

So viel bekannte Gesichter, ein Klassentreffen sozusagen: das macht sehr viel Spaß. Dazu ist der Lauf mit viel Herzblut organisiert und bietet dem Läufer einfach alles was man sich so wünscht. 

 

Für mich waren die Organisatoren der BC immer schon Vorbilder für die Organisation meiner eigenen Läufe und sie sind es auch weiterhin. Daher hoffe ich auch im nächsten Jahr wieder auf einen Startplatz.

 

Auf jeden Fall werde ich wieder beim Spine Race für die BC 2015 trainieren, vielleicht kommt ja jemand mit. 


Spine Race 2014 Finisher


Geteilter 1. Platz beim 100meiler "Rund um Düsseldorf"

Es ist Sonntag, der 06.10.2013 mein Körper schreit nach Salz -der Ultralauf: 0211 - 100; Rund um Düsseldorf hat es echt in sich. Beginnt dieser doch flach und mit viel Asphalt - wird dann sehr hügelig und trailig.
Mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück, nur ein bisschen Regen. Dafür aber bewölkt und angenehme Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad. Besser geht es nun wirklich nicht.

Von Anfang an sind Jin Cao und ich zusammen gelaufen. Wir hatten das so beim Berlin Marathon verabredet. Sub24 war unser großes Ziel. Auf den anfänglich flachen Kilometern war Zurückhaltung angesagt, dann beim "dritten Marathon", also ab km 126 würde die Entscheidung fallen, ob es für uns machbar sein würde, dieses Ziel zu erreichen.

Es ging gar nicht so gut los; schon nach 3km der Strecke standen Jin und ich am Rheinufer auf der verkehrten Seite des Zauns und konnten dem trail nicht mehr folgen. Wir suchten dann lange nach einer Lösung und entschieden uns sehr spät für das Zurück gehen und wiederaufnehmen des tracks. Nach 55min hatten wir dann doch schon 7km absolviert, allerdings lediglich 5km der Wegstrecke. Danach waren wir sehr vorsichtig mit dem navigieren, wir hatten mittlerweile die letzte Position im Rennen eingenommen.

Nach und nach gewöhnten wir uns an die Wegführung und wir wurden wieder sicherer. Wir erreichten die anderen Läufer und das Spitzenfeld nach ca. 35-40km.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir im weiteren Verlauf der Nacht die Strecke entlang des Flughafens. Sehr beeindruckend. Sven und Raimund hatten sich gefunden. Oliver suchte sein Tempo an der Spitze und wollte sich nicht so recht entscheiden nun doch Tempo zu machen. Bianka immer mit kurzen Pausen an den VPs und flott flott flott. Wenn sie ihre Füße nicht mehr wund läuft, dann rennt sie uns alle nochmal in Grund und Boden ...

Es metert sich so dahin und durch den leichten Regen. Mittlerweile ärgere ich mich über meinen Rucksack, sind einfach zu viele Sachen drin. Eine komplette zweite Garnitur nebst wasserdichten Socken und Handschuhen.


Als wir mit km92 den ersten Drpbag Punkt erreichen sind wir auf Platz 5+6. Eine Dreier Führungsgruppe Oliver, Raimund, Sven hatte sich gefunden, kurz nachdem wir die Station erreichen laufen sie los. Bianka verläßt etwas später die Station.

Wir lassen uns hier Zeit. Ich entrümpel meinen Rucksack. Es bleibt lediglich Regenhose und Regenjacke. Es folgt eine heiße Dusche, Nudeln mit Soße und ein powernap von 15min. Als wir uns wieder fertig machen kommt Peer herein. Auf die Spitze haben wir nun ca. 50min Rückstand. Für unser Ziel sub 24 liegen wir allerdings prima in der Zeit und haben nun auch komplett aufgefrischt. 

Es läuft daraufhin wieder sehr gut - wir flitzen im 6er Schnitt den track entlang und genießen die angenehmen Temperaturen und die schönen trails. Bei km120 haben Jin und ich so ziemlich gleichzeitig einen Geistesblitz, wir holen Bianka wieder ein und es läuft echt prima. "Race Day" die neue Devise. Unser Stück Kuchen hatten wir ja schon weg geknabbert - ein Extra VP den wir uns gegönnt hatten. Also wirklich nur ein Wasserauffüllen an der Station und dann ging die Post ab. 

Das hat ohne Ende Spaß gemacht schnell durch die anbrechende Nacht zu laufen. Wir wissen ohne etwas Tempo schaffen wir die 24 Std. nicht mehr. Es geht nun auf und ab, ständig und immer wieder. Nur die ganz steilen Hügel gehen wir. Jin stürzt auf den rutschigen Steinen 3mal in der Nacht. Einmal knallt er ziemlich heftig auf den Rücken, so dass ich denke ... na das wars jetzt mit Tempo. Aber Jin ist hart im nehmen ....

Zu unserer Überraschung holen wir am VP8 die Dreier Führungsgruppe ein. Damit hatten wir nie gerechnet. Ziemlich schnell wird aber klar: die Gruppe ist zu einer Seilschaft geworden: Oliver hat Probleme und sie bleiben zusammen. Dieser Effekt ist unter anderem das Wunderbare bei diesen Läufen. Jin oder ich umgekehrt hätten uns im selben Falle auch nie alleine gelassen.

Nun also Führungswechsel: 17km bis ins Ziel sind es noch; für die letzten Hügel und die 11km bis zum letzten VP brauchen wir 1:12 Std. Wir wollen ins Ziel. Angekommen am letzten VP will Jin auch schnell weiter, sein Magen rebelliert - wir nehmen etwas raus und laufen durch den letzten Wald, irren kurz vor dem Ziel planlos umher suchen den trail und finden nix - dann einfach quer durchs Totholz. 

Nach 23:48 Std. dann das Finish. Ziel erreicht, schlagfertig - aber happy.
Der 0211 Rund um Düsseldorf ist ein anspruchsvoller 100meiler; erstklassig organisiert und 1A ausgesucht. Das war ganz nach unserem Geschmack! 

Wenn DU einen 100meiler in NRW suchst, oder Dir einfach aus Lust und Dollerei im läuferischen Sinne die Kante geben willst dann bist DU hier richtig. Vielen Dank an alle Helfer, die tolle Orga und die schöne Zeit mit allen Läufern. 


40. Berlin Marathon

 

Auch kürzere Distanzen laufe ich ab und an einmal gerne. Beispielsweise auf der Weltrekordstrecke in Berlin. Dort kam ich beim 40. Berlin Marathon zu einer tollen Zielzeit 3 Std. 33min 33sec.

 

Eine Woche zuvor war ich bei Buhnert`s Lichterlauf in Duisburg auf der 10km Strecke in 40min 31sec. unterwegs.

 

Nun kommt am Wochenende 05./06.10. mal wieder eine längere Strecke auf mich zu, der letzte 100meiler in diesem Jahr: Rund um Düsseldorf!

 

 


200 meilen nonstop: Der WiBoLT "Unendliche Weiten"

Finisher beim Wibolt 2013, Platz 6
Finisher beim Wibolt 2013, Platz 6

Der WIBOLT - unendliche Weiten ....

 

Der WIBOLT ist ein Ultralauf auf dem Rheinsteig. 200meilen mit einem Höhenanstieg von 11.700 HM sind nonstop innerhalb eines Zeitlimits von 90 Std. zu bewältigen.

 

Gemeinsam mit Thomas Ehmke konnte ich dieses Rennen auf Platz 6 erfolgreich beenden. Wir bestritten das gesamte Rennen gemeinsam als Team und gingen die Höhen und Tiefen des anderen mit. Bei uns paßte alles prima zusammen.

 

Ich habe mich während eines Rennens selten so stark gefühlt. Es scheint als würde sich eine gute Phase einläuten. Die Saison ist noch jung! 

 

Auf geht`s :)